Wie rettet mein Bewusstsein die Umwelt? (Episode 34 – NEUAUFLAGE)

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Wie rettet mein Bewusstsein die Umwelt? 

Das Wunschthema für heute kommt zum ersten Mal nicht von meinen Teilnehmern einer Connecting Gruppensession oder von Freunden auf Facebook, sondern von mir selbst. 

Ich sitze jetzt hier gerade am Strand von Griechenland und obwohl es Februar ist, ist es schon zum Glück recht warm. Mir könnte es also einfach nur rundum gut gehen – und trotzdem gibt es ein Thema, das mir unheimlich am Herzen liegt und das ist die Rettung der Umwelt. Ich möchte gar nicht mehr von „Schutz“ sprechen, denn simpler Schutz wird längst nicht mehr ausreichen, es geht mittlerweile wirklich ums Ganze.

Die große Frage ist für mich, welchen Einfluss kann die Entwicklung des Bewusstseins für den Erhalt, die Genesung der Umwelt spielen? Ich gehe davon aus, dass eine reine Beschränkung und reiner Verzicht ohne das nötige Bewusstsein niemals auf Dauer funktionieren wird. Das Gleiche ist in etwa der Fall bei Süchten. 

Tipp am Rande: Hier geht es zu Karma Konsum

Unsere Seele möchte sich immer weiter ausdehnen. Deine Seele und meine Seele, die wollen sich immer mehr entfalten. 

Und wenn es einfach nur um Beschränkung geht, um bloßen Verzicht, vor allem dann, wenn er hauptsächlich aus der Angst kommt, dann wird uns eng ums Herz, eng in unserem Körper. Die Seele möchte dann genau diese Enge wieder loswerden und deswegen werden wir dann rückfällig oder aber es kommt zu einer Art Symptomverschiebung: Die eine Sucht hört auf und die nächste Sucht stellt sich stattdessen ein. So wie bei einem Raucher, der aufhört zu rauchen und dann stattdessen Schokolade isst. 

Das heißt, das Erste, wozu ich dich einlade dir vorzustellen, ist, dass es möglich ist, dich auszudehnen, dich zu entfalten und dass es eine Art Verzicht gibt, der sich von alleine einstellt und nicht dadurch, dass du mit deinem Ego-Willen versuchst, dir etwas zu verbieten oder abzugewöhnen. 

Mit anderen Worten gibt es einen Verzicht, der fühlt sich nicht wie ein Verzicht an, sondern er kommt einerseits aus der Einsicht deines Geistes (Weisheit), kommt aus deinem gesunden Menschenverstand und dieser wiederum wird umso gesünder, je mehr dein Herz sich öffnet beziehungsweise Herz und Verstand sich verbinden.

Insofern lade ich dich ein, jetzt für einige Atemzüge dir genau diese Verbindung zwischen deinem Herzen und deinem Geist bewusst zu machen, deinen Atem bewusst in dein Herzchakra zu schicken und dir nicht nur vorzustellen, sondern wirklich zu fühlen, wie sich Kopf und Herz verbinden.

Wie also entsteht dieser Verzicht, der gar keiner ist, der von außen betrachtet vielleicht so aussieht, aber sich nicht so anfühlt, sondern ganz im Gegenteil sich nach Einklang, Harmonie und Frieden anfühlt? Ein beseelter Konsum sozusagen. Ein Konsum, der nichts kompensieren muss, sondern ein Konsum, der Ausdruck deines Selbst ist. 

Worum es geht ist tatsächlich, die Ausdehnung deines Bewusstseins und immer mehr mit allem, was dich umgibt eins zu werden. Je mehr du dich mit dem Meer, mit dem Himmel, mit dem Sand, eins mit meiner Stimme – eins mit allem – desto weniger musst du Dinge dann auf eine materialistische Weise in Besitz nehmen. 

Du würdest gar nicht auf die Idee kommen, eine Wiese in verschiedene Gebiete abzustecken und dann zu sagen, „das ist meins und das gehört meinem Nachbarn“. Oder in Amerika hättest Du vielleicht sogar das Empfinden, „mir steht es zu meine Schusswaffe zu gebrauchen, wenn jemand diese Grenzen übertritt“. 

Je mehr du erkennst, dass in deinem Bewusstsein alles enthalten ist und dass dir insofern sowieso schon alles gehört, desto weniger musst du beispielsweise eine Blume, die dir gefällt ausrupfen und bei dir zuhause in eine Vase stellen, denn du fühlst die Blume und auch wenn es dir nicht sehr wehtut, aber ein kleines bisschen schmerzt es, die Blume einfach auszureißen und dann verdorren zu lassen. 

Wenn du dich nicht getrennt fühlst, sondern immer mehr erkennst, dass alles, was in deinem Bewusstsein auftaucht, du selbst bist, z.B. wenn du auf der Straße ein tolles Auto siehst, kannst du das genießen, ohne es besitzen zu müssen. 

Eine Freundin hat sich gerade ein wunderbares Beetle-Cabrio gekauft, vielleicht bist du ja Porsche-Fan oder dir bedeuten Autos nichts, aber du hättest gern eine Villa oder etwas anderes. Nimm jetzt einfach etwas, das für dich passt und du bislang noch immer gemeint hast, „das muss ich unbedingt selbst besitzen“. 

Vielleicht ist es auch ein Partner und du bist eifersüchtig auf andere, die so einen Partner oder einen bestimmten Besitz haben. Erkenne, dass das, was in deinem Bewusstsein auftaucht – das Auto, die Person, das Haus oder die Natur – du selbst bist, weil du Bewusstsein bist. 

Du bist reines vollständiges Bewusstsein und dein Bewusstsein hat keine Grenzen, du umfasst alles, buchstäblich den ganzen Himmel. 

Je mehr dir das bewusst ist, und das kann sich aus meiner Erfahrung durchaus graduell in immer weiter verstärken und ausdehnen, kannst du z.B. vor einer Villa stehen (draußen vorm Gartenzaun, den der ängstliche Besitzer gezogen hat, ja zum Teil hat er natürlich allen Grund ängstlich zu sein, wird man sagen) und trotzdem kannst du diesen Anblick der Villa sogar mehr genießen als der Besitzer, wenn er nicht das Bewusstsein hat. Und dann kann es sein, daß du an dieser Villa vorbei gehst und du hast dich so erfreut an dem Anblick, weil es egal ist, ob sie dir gehört oder nicht. Weil mehr als draußen, z.B. vor seinem Anwesen zu stehen und sich daran zu erfreuen, kann der Besitzer letzten Endes auch nicht. 

Du kannst genauso in einen Park gehen und dann dich an dem Park erfreuen, sagen wir den Central Park in New York, wie in deinem eigenen Garten, wahrscheinlich sogar mehr. Lass einmal ein paar Dinge jetzt in den nächsten paar Atemzügen vor deinem geistigen Auge  erscheinen und bitte deine Intuition, dass sie dir zeigt, wie du mit diesen Dingen bereits eins bist. Oder bitte deine Intuition, dass sie dir zeigt, wie du eins damit fühlen kannst.

Nehmen wir noch ein Beispiel dazu: viele Männer zum Beispiel müssen eine Frau nach der anderen erobern, aber wenn sie dann mit dieser Frau zusammen sind, nach kurzer Zeit wissen sie diese Frau nicht mehr zu schätzen, sondern schielen schon wieder nach der nächsten. Genau das ist ein Ausdruck davon, dass jemand eben nicht eins ist mit den Dingen, sondern je mehr du das Gefühl hast, du bist abgeschnitten von den Dingen, desto mehr musst du konsumieren und desto mehr brauchst du einen Liebhaber nach dem nächsten, eine Shopping-Tour nach der nächsten, usw., usw., weil es dann auch gar nicht mehr um den Genuss geht, sondern nur noch um die Ergänzung und das Aufpäppeln deines Selbstbildes, deines Images.  

Weil ein Selbstbild immer ein Konstrukt ist, immer eine Art Kartenhaus, das jederzeit zusammenbrechen droht, gibt es dort keine Grenze der Gier. Wozu ich dich also einlade ist etwas ganz Simples und etwas, das dir sehr gefallen wird: Nämlich mehr aus deinem Leben zu machen, sinnlicher zu sein, mehr die Dinge zu genießen. 

Übungen

Ich schlag dir ein paar Übungen vor. Geh einmal shoppen und erlaube dir, vor einem Schaufenster zu stehen und auch wenn es Dinge gibt, die du dir für den Augenblick nicht leisten kannst (das könnte sich ja in Zukunft ändern), die Dinge so anzuschauen, als ob sie dir gehören. Schau dir z.B. eine Armbanduhr oder eine Handtasche, ein paar Schuhe so an, auch wenn sie vielleicht sündhaft teuer sind und du sie dir nicht leisten kannst und genieße einfach die Schönheit. Erkenne, dass du selbst dein sinnliches Empfinden beschneidest, wenn dir etwas nicht „gehört“ und dass du diesen Prozess des Beschneidens loslassen kannst. Genieße die sinnliche Erfahrung des Anblicks und dann wirst du auch erkennen, was wirklich schön ist, was wirklich mit Seele erschaffen wurde und was nur eine Marke ist, nur ein Logo, nur ein Image und nichts weiter. 

Die zweite Übung ist, dass du einmal beim Spaziergang oder auf der Parkbank oder auch meinetwegen jetzt gleich nach dieser geführten Meditation im Internet dir Menschen anschaust. Sei einfach ehrlich zu dir selbst, wer dir gefällt, wer dich anspricht, aus welchen Gründen auch immer. Der eine vielleicht wegen seiner Ausstrahlung, die andere Person vielleicht einfach, weil du sagst, sie hat so lebendiges Haar oder die Person hat so eine wundervolle anmutige Art und Weise sich zu bewegen. Ehrlich gesagt sind das natürlich immer weniger Menschen, weil die meisten von uns immer mehr im Stress sind, aber es gibt sie noch immer und wenn es vielleicht nur die Kinder sind.

Und auch hier, erlaube dir einmal das Gefühl zu entwickeln, dass du bereits diese Dinge „besitzt“. Nicht besitzt in dem Sinne, dass du die Kaufurkunde hast, sondern besitzt in dem Sinne, dass du damit verschmelzen und eins sein kannst. Womit du verschmilzt, das ist eigentlich nur deine eigene Wahrnehmung, dein eigenes Bewusstsein. Du kommst in den Einklang mit dir selbst. 

Du wirst merken, die Einsamkeit verschwindet, die Gier verschwindet, du fühlst dich beseelt. 

Und in dieser Beseeltheit wird automatisch aller Konsum, der nur dem Aufpäppeln deines Images dient oder nur dem Füllen der Leere, all das wird verschwinden, nicht an einem Tag wahrscheinlich, nicht in einer Woche, aber wenn du dranbleibst, fühlbar immer mehr.

Und wenn das viele Menschen machen und du vielleicht Lust hast diese geführte Meditation auch an andere Menschen weiterzuleiten, dann kann hier etwas für unseren Planeten Wunderbares geschehen. 

Wie wir weniger konsumieren und uns am Ende trotzdem viel besser fühlen, wie wir anfangen, Freunde in unsere Villa einzuladen statt nur einen Zaum um sie zu ziehen. Ich habe z.B. einen Freund, der hat schon etliche Male sein wirklich wertvolles Auto an Freunde verliehen. Er hat gelernt, das Materielle zu teilen und die Freude zu teilen. Und das sind wahrscheinlich die beiden wichtigsten Wege zur Rettung dieses Planeten und seiner Ressourcen. 

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