Episode 74: Einlassen auf mich selbst

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, haben kaum noch eine Beziehung zu irgendetwas. Sobald das nächste Modell erscheint, beziehen wir fast automatisch ein neues Handy oder Leasing-Fahrzeug. Dasselbe Bild zeigt sich in Unternehmen, wo die Devise des hire & fire längst aus Amerika zu uns herüber geschwappt ist. Was zählen da noch Werte wie Loyalität?

In derselben Manier wird der Partner ausgetauscht. Dadurch können wir in einer Liebesbeziehung nicht wirklich tiefer gehen – und erst in dieser Tiefe würden wir auch uns selbst besser kennenlernen, inmitten des Streits und unklaren Grenzen, inmitten der Geduldsproben, inmitten der sexuellen Schwierigkeiten, inmitten der Angst vor Nähe und Intimität.

Es erhebt sich also die (rhetorische) Frage: Wenn wir als Gesellschaft so wenig in Beziehung gehen, lassen wir uns überhaupt noch auf uns selbst ein? Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass sogenannte „Aufmerksamkeitsstörungen“ wie ADS/ADHS ein Abbild der Eltern sind, die nicht die Kapazität haben oder aufbringen, in Verbindung mit ihrem Kind zu sein.

Also, erkennen wir endlich wieder an, dass das Einlassen – ob und auf mich selbst oder einen „anderen – einen enormen Wert hat. Wenn Du mehr darüber erfahren willst, höre Dir diese Folge des Podcasts an.

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